Kategoriearchive: Afrika

Endlich ist Simbabwe in den Nachrichten – aber wie meistens, wenn unsere Medien es wahrnehmen, dann schon, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Sollte in den nächsten Tagen dort nichts Wesentliches passieren gehe ich auch davon aus, dass das Thema schnell wieder aus den Nachrichten und damit aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden ist. Die UNO hat die gewalttätigen Übergriffe gegen die Opposition im Land verurteilt und fordert die Verlegung der am Freitag stattfindenden Wahlen zum Präsidenten, da eine freie und faire Wahl nun nicht mehr gewährleistet sei. Da Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, der indessen in die niederländische Botschaft geflüchtet ist, vor einigen Tagen seine Wahlbeteiligung wegen der Gewalt gegen seine Anhänger zurück gezogen hat, ist eine freie Wahl sowieso nicht mehr möglich, denn meines Wissens nach kann sich der Wähler nun nur zwischen dem Diktator Mugabe und dem Diktator Mugabe entscheiden.

Dieser hatte schon vor Wochen gesagt, dass er nur tot die Macht abgeben würde. Da er das Militär und die Polizei hinter sich hat und auch die chinesische Waffenlieferung (ja, ein beliebtes Thema von mir: hier) angekommen sind dürfte er auch gute Chancen haben, wenn sich die Weltgemeinschaft nicht einschaltet. Ob der Sicherheitsrat jedoch zu einem Ergebnis kommt, das Hoffnung gibt, ist auf Grund der chinesischen Wirtschaftsinteressen in Simbabwe zweifelhaft. Und selbst wenn bleibt abzuwarten wie die Maßnahmen aussehen können und aussehen werden, um einen Diktator, der sich vieler Menschenrechtsverletzungen schuldig gemacht hat, zur Aufgabe der Macht zu zwingen. Wollen wir nur hoffen, dass sich das Thema noch möglichst lange im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit befindet, damit die Politiker sich zum Handeln gezwungen sehen.

Von der Nahrungskrise hat man in Deutschland das erste Mal etwas mitbekommen, als die Preise für Lebensmittel empfindlich gestiegen sind. Doch während wir in Deutschland das noch irgendwie ausgleichen können stellt eine solche Preissteigerung in ärmeren Ländern für die dort lebenden Menschen ein weitaus lebensbedrohlicheres Problem dar. Auch die Hilfsorganisationen, wie das World Food Programm (WFP) sehen sich vor der großen Herausforderungen durch die höheren Preise auf dem Weltmarkt weiterhin eine Versorgung sicher zu stellen.

06.03.2008: „Mehr Hunger !?

15.04.2008: „Der Hunger, die Ausbeutung und Olympia

20.04.2008: „Weltweite Nahrungskrise

20.05.2008: „Hungersnot in Afrika

Vor allem durch die Vertreibung der Menschen aus der Darfurregion ist der Sudan öfter in den Schlagzeilen. Für einen Mord-Feldzug der Regierung, der seit nunmehr fünf Jahren andauert, aber immer noch viel zu wenig. Ein wichtiges Thema, das aber in Deutschland immer noch nicht wirklich zur Öffentlichkeit durchgedrungen ist.

10.04.2008: „Völkermord in Darfur

15.04.2008: „Der Hunger, die Ausbeutung und Olympia

24.04.2008: „Living Darfur

26.04.2008: „Rettet Darfur

13.05.2008: „Kriegsgefahr in Zentralafrika

15.05.2008: „Lage in Darfur verschlechtert sich

16.05.2008: „Darfur in Kinderbildern

17.05.2008: „Mit offenen Karten: Sudan

Kann sich der Diktator Mugabe mit chinesischer Waffenhilfe weiter an der Macht halten oder räumt er nach der Präsidentschaftswahl (sofern er verlieren sollte) den Stuhl? Es bleibt spannend …

25.04.2008: „Chinesische Waffen für Afrika

19.05.2008: „Chinesische Waffen in Afrika

26.05.2009: „Gedanken zu den Morgennachrichten